Zutaten-Steckbrief

Ist Kaliumlactat glutenfrei?

Glutenfrei

8 Analysen · Stand 2026-11-05

Einschätzung aus 8 Produkt-Analysen

Glutenfrei8 Analysen100 %

Warum so eindeutig? Die Einschätzung ist eindeutig, da Kaliumlactat chemisch durch Neutralisation von Milchsäure mit Kaliumverbindungen hergestellt wird und kein Getreide als Ausgangsstoff benötigt [2]. Da es sich um einen klar definierten, industriell hergestellten Zusatzstoff handelt, gibt es keine Schwankungen durch unterschiedliche Rezepturen. Die Deklaration erfolgt meist einheitlich über die E-Nummer oder den Klarnamen in der Zutatenliste [1].

Ja – Kaliumlactat ist glutenfrei. Es handelt sich um einen Zusatzstoff (Säureregulator, E326) ohne Bezug zu glutenhaltigem Getreide. Du kannst Produkte mit diesem Zusatzstoff im Hinblick auf Gluten in der Regel unbedenklich verwenden. Bei verarbeiteten Produkten lohnt trotzdem ein Blick auf die Gesamtzutatenliste, da andere Bestandteile Gluten enthalten könnten.

Grundlage: 8 Produkt-Analysen — 8× Glutenfrei.

ⓘ Basiert auf wenigen Analysen — im Zweifel das konkrete Produkt selbst prüfen.

Was ist Kaliumlactat?

Kaliumlactat (E326) ist das Kaliumsalz der Milchsäure und wird als Säureregulator, Feuchthaltemittel und Konservierungsstoff eingesetzt. Es findet sich vor allem in Fleisch- und Wurstwaren, Fertiggerichten, Backwaren und einigen Getränken. Hergestellt wird es durch Fermentation von Zucker (z. B. aus Mais, Rüben oder Kartoffeln) zu Milchsäure, die anschließend mit Kaliumcarbonat oder -hydroxid neutralisiert wird [1].

Warum ist Kaliumlactat kein Problem bei Zöliakie?

Kaliumlactat selbst stellt für Menschen mit Zöliakie kein Problem dar, da es kein Gluten enthält und nicht aus glutenhaltigem Getreide gewonnen wird [2]. Die Ausgangsstoffe für die Fermentation sind in der Regel glutenfreie Kohlenhydratquellen. Ein Risiko besteht höchstens indirekt über das Gesamtprodukt, in dem der Zusatzstoff verwendet wird, nicht über den Stoff selbst.

Typische Falle: Verwechslungsgefahr besteht eher mit dem Produkt insgesamt: Wurstwaren oder Fertiggerichte, die Kaliumlactat enthalten, können durch andere Zutaten wie Gewürzmischungen, Panade oder Bindemittel Gluten enthalten, auch wenn der Zusatzstoff selbst unbedenklich ist.

Worauf Du beim Einkaufen achten solltest

  • Gesamtzutatenliste prüfen: Achte nicht nur auf Kaliumlactat, sondern auf alle anderen Bestandteile des Produkts.
  • E326 erkennen: Der Zusatzstoff kann als 'Kaliumlactat' oder als E-Nummer 'E326' deklariert sein – beides ist gleichbedeutend.
  • Glutenfrei-Siegel nutzen: Bei verarbeiteten Fleisch- oder Wurstwaren gibt ein Glutenfrei-Symbol zusätzliche Sicherheit.
  • Herstellerauskunft einholen: Bei Unsicherheit zur genauen Rezeptur kann eine Nachfrage beim Hersteller Klarheit schaffen.
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