Zutaten-Steckbrief

Ist Natriumcitrate (Säureregulator) glutenfrei?

Glutenfrei

4 Analysen · Stand 2026-11-05

Einschätzung aus 4 Produkt-Analysen

Glutenfrei4 Analysen100 %

Warum so eindeutig? Natriumcitrate sind ein standardisierter, industriell hergestellter Stoff mit klar definierter chemischer Struktur, weshalb es hier praktisch keinen Spielraum für Gluten gibt [1]. Vereinzelte übervorsichtige Einschätzungen beruhen meist auf allgemeiner Skepsis gegenüber Zusatzstoffen, nicht auf einem tatsächlichen Risiko.

Ja – Natriumcitrate sind chemisch definierte Salze der Zitronensäure und enthalten kein Gluten. Sie werden nicht aus glutenhaltigem Getreide gewonnen. Für Menschen mit Zöliakie sind sie grundsätzlich unbedenklich. Ein Blick auf das Gesamtprodukt lohnt sich trotzdem, da Gluten aus anderen Zutaten stammen könnte.

Grundlage: 4 Produkt-Analysen — 4× Glutenfrei.

ⓘ Basiert auf wenigen Analysen — im Zweifel das konkrete Produkt selbst prüfen.

Was ist Natriumcitrate (Säureregulator)?

Natriumcitrate (E 331) sind die Natriumsalze der Zitronensäure und werden meist durch Fermentation von Zucker oder Stärke mit Schimmelpilzen hergestellt, gefolgt von einer Neutralisation mit Natronlauge oder Soda [1]. Sie kommen als Säureregulatoren, Emulgatoren oder Stabilisatoren in Getränken, Milchprodukten, Wurstwaren und Süßigkeiten zum Einsatz. Die eingesetzte Stärke stammt in der Regel aus Mais oder Kartoffeln, seltener aus Weizen, wobei das Endprodukt durch die Fermentation kein relevantes Eiweiß mehr enthält [1].

Warum ist Natriumcitrate (Säureregulator) kein Problem bei Zöliakie?

Natriumcitrate selbst sind für Zöliakiebetroffene kein Problem, da sie als Salz keine Proteinstrukturen wie Gluten mehr enthalten [1]. Auch wenn die Ausgangsstärke theoretisch aus Weizen stammen könnte, wird das Gluten im Fermentations- und Reinigungsprozess vollständig abgebaut bzw. entfernt. Ein relevantes Risiko besteht daher praktisch nicht. Vorsicht ist eher bei den umgebenden Zutaten im Endprodukt geboten, nicht beim Zusatzstoff selbst.

Typische Falle: Verwechslung mit Zitronensäure (E 330) oder anderen Säuerungsmitteln, die teils aus unterschiedlichen Rohstoffen stammen – beide sind aber ebenfalls glutenfrei, sodass hier keine echte Gefahr besteht, sondern nur Verwirrung bei der Herkunft.

Worauf Du beim Einkaufen achten solltest

  • E-Nummer prüfen: E 331 (Mono-, Di- oder Trinatriumcitrat) ist eindeutig identifizierbar und unabhängig von der Getreideherkunft glutenfrei.
  • Gesamtprodukt beachten: Nicht der Zusatzstoff, sondern andere Zutaten im Lebensmittel sind die eigentliche Risikoquelle für Gluten.
  • Glutenfrei-Siegel nutzen: Bei verarbeiteten Produkten mit vielen Zusatzstoffen gibt ein Zöliakie-Siegel zusätzliche Sicherheit für das gesamte Produkt.
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