Zutaten-Steckbrief

Ist Säuerungsmittel (Phosphorsäure) glutenfrei?

Glutenfrei

6 Analysen · Stand 2026-11-05 · auch: Säuerungsmittel Phosphorsäure, Säuerungsmittel: Phosphorsäure

Einschätzung aus 6 Produkt-Analysen

Glutenfrei6 Analysen100 %

Warum so eindeutig? Die Einschätzung ist eindeutig, da Phosphorsäure industriell aus mineralischen Rohstoffen bzw. synthetisch gewonnen wird und dabei kein Getreide beteiligt ist. Herstellungsprozess und Rohstoffbasis lassen praktisch keinen Spielraum für glutenhaltige Verunreinigungen.

Ja – Phosphorsäure (E 338) ist ein glutenfreies Säuerungsmittel, da sie chemisch bzw. mineralisch hergestellt wird und keinen Kontakt zu glutenhaltigen Getreiden hat. Für Menschen mit Zöliakie ist dieser Zusatzstoff unproblematisch. Ein gesonderter Blick auf diese Zutat ist bei glutenfreier Ernährung in der Regel nicht notwendig. Achte trotzdem stets auf die Gesamtdeklaration des Produkts, in dem sie enthalten ist.

Grundlage: 6 Produkt-Analysen — 6× Glutenfrei.

ⓘ Basiert auf wenigen Analysen — im Zweifel das konkrete Produkt selbst prüfen.

Was ist Säuerungsmittel (Phosphorsäure)?

Phosphorsäure (E 338) ist eine anorganische Säure, die überwiegend aus Phosphaterz oder durch chemische Synthese hergestellt wird. Sie wird als Säuerungsmittel und Säureregulator eingesetzt, besonders bekannt aus Cola-Getränken, aber auch in manchen Käseprodukten, Backpulvern oder Konservenwaren. Ihre Herstellung basiert nicht auf Getreide oder anderen glutenhaltigen Ausgangsstoffen.

Warum ist Säuerungsmittel (Phosphorsäure) kein Problem bei Zöliakie?

Da Phosphorsäure mineralisch oder synthetisch produziert wird, besteht kein Zusammenhang mit Weizen, Roggen, Gerste oder anderen glutenhaltigen Zutaten. Auch eine Kreuzkontamination in der Produktion ist aufgrund des chemischen Herstellungswegs sehr unwahrscheinlich. Für Zöliakie-Betroffene stellt der Zusatzstoff selbst somit kein Risiko dar.

Typische Falle: Verwechslung mit anderen Säuerungsmitteln, die aus fermentativen Prozessen stammen (z. B. Zitronensäure aus Schimmelpilzkulturen) und daher fälschlich unter denselben Verdacht wie Getreideprodukte gestellt werden – bei Phosphorsäure ist dieser fermentative Ursprung aber nicht gegeben.

Worauf Du beim Einkaufen achten solltest

  • Zutatenliste prüfen: Phosphorsäure bzw. E 338 auf der Verpackung suchen, um sicherzugehen, dass sie tatsächlich enthalten ist.
  • Gesamtprodukt beachten: Nicht die Säure selbst, sondern andere Zutaten im selben Produkt können glutenhaltig sein – daher immer die komplette Liste checken.
  • Getränke & Fertigprodukte: Besonders in Cola-Getränken, Käsezubereitungen oder Konserven auf ein zusätzliches 'glutenfrei'-Siegel achten, falls Unsicherheit bei Mischprodukten besteht.
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