Zutaten-Steckbrief

Ist tierisches Lab glutenfrei?

Glutenfrei

5 Analysen · Stand 2026-11-05

Einschätzung aus 5 Produkt-Analysen

Glutenfrei5 Analysen100 %

Warum so eindeutig? Die Einschätzung ist eindeutig, weil tierisches Lab ein Enzym aus dem Magen von Wiederkäuern ist und in seiner Herstellung keinen Kontakt zu glutenhaltigem Getreide hat. Da es sich um einen tierischen und nicht pflanzlichen Rohstoff handelt, gibt es keine Grundlage für Restgluten oder Kreuzkontamination. Deshalb kommen nahezu alle Einschätzungen zum selben Ergebnis: glutenfrei.

Ja – tierisches Lab ist glutenfrei und für Menschen mit Zöliakie unproblematisch. Es handelt sich um ein Enzym aus tierischer Quelle, nicht um ein Getreideprodukt. Du kannst Produkte mit tierischem Lab in der Regel bedenkenlos verzehren. Bei stark verarbeiteten Fertigprodukten lohnt trotzdem ein Blick auf die Gesamtzutatenliste, da Gluten dort über andere Zutaten eingebracht werden könnte.

Grundlage: 5 Produkt-Analysen — 5× Glutenfrei.

ⓘ Basiert auf wenigen Analysen — im Zweifel das konkrete Produkt selbst prüfen.

Was ist tierisches Lab?

Tierisches Lab ist ein Enzymgemisch (v. a. Chymosin), das aus der Magenschleimhaut junger Wiederkäuer wie Kälbern gewonnen wird. Es wird traditionell zur Käseherstellung eingesetzt, um Milch zum Gerinnen zu bringen und so die Trennung von Molke und Bruch zu ermöglichen. In Zutatenlisten von Käse taucht es häufig einfach als „Lab" oder „tierisches Lab" auf.

Warum ist tierisches Lab kein Problem bei Zöliakie?

Tierisches Lab ist kein Getreideprodukt und enthält daher von Natur aus kein Gluten. Für Menschen mit Zöliakie stellt es somit grundsätzlich kein Risiko dar. Ein Problem könnte höchstens indirekt entstehen, wenn der Käse selbst mit glutenhaltigen Zusatzstoffen oder in einer Umgebung mit Kreuzkontamination hergestellt wird – das betrifft dann aber das Endprodukt, nicht das Lab selbst.

Typische Falle: Manche verwechseln „Lab" mit malzhaltigen Zutaten oder denken an pflanzliche Gerinnungsmittel wie Kardonenextrakt – beides hat mit dem eigentlichen tierischen Enzym nichts zu tun und sollte bei der Zutatenprüfung nicht vermischt werden.

Worauf Du beim Einkaufen achten solltest

  • Zutatenliste prüfen: auf glutenhaltiges Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer) achten.
  • „Glutenfrei"-Siegel: die durchgestrichene Ähre garantiert < 20 ppm.
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